Kaufen oder mieten? — Diese Frage stellt sich in der Schweiz fast jeder, der vor der Entscheidung steht, wie er wohnen will. Und die Antwort ist komplexer als ein einfacher Rechner vermuten lässt. Denn die Wohnkosten in der Schweiz hängen nicht nur vom Kaufpreis oder der Miete ab — sondern vom Kanton, der Haltedauer, den Zinsen, den Steuern und einer Reihe versteckter Kosten, die viele unterschätzen.
Dieser Guide liefert Ihnen die vollständige Rechnung: Kauf vs. Miete Vergleich mit konkreten Zahlen, Beispielrechnungen über 10 und 20 Jahre, einer Kantonsübersicht mit Quadratmeterpreisen und Mieten — und der Perspektive, die oft fehlt: warum 2026 ein aussergewöhnlich guter Zeitpunkt ist, als Verkäufer auf dem Schweizer Immobilienmarkt aktiv zu werden.
1. Kaufen oder mieten: Die Frage, die sich jeder stellt
In der Schweiz zahlen Mieter durchschnittlich 23 % ihres Haushaltseinkommens für die Miete — im Kanton Zürich sogar über 25 %. Gleichzeitig liegen die Immobilienpreise auf einem historisch hohen Niveau. Die Frage mieten oder kaufen ist also nicht nur eine finanzielle, sondern eine Lebensentscheidung.
Die Debatte wird oft vereinfacht: «Kaufen ist immer besser, weil man Vermögen aufbaut» auf der einen Seite, «Mieten ist flexibler und günstiger» auf der anderen. Die Realität ist nuancierter. Der Kauf vs. Miete Vergleich hängt von mehreren Faktoren ab:
- Haltedauer: Je länger Sie bleiben, desto eher lohnt sich der Kauf. Unter 7 Jahren ist Mieten meist günstiger.
- Kaufpreis: In teuren Kantonen (Zürich, Genf) ist die Hürde höher als in günstigeren (Thurgau, Jura).
- Zinsniveau: Bei tiefen Zinsen wird der Kauf attraktiver, da die Hypothekarkosten sinken.
- Eigenkapital: Mindestens 20 % Eigenkapital sind erforderlich — mehr senkt die Zinsbelastung.
- Steuerliche Situation: Der Eigenmietwert wird besteuert, aber Hypothekarzinsen und Unterhalt sind abziehbar.
Wichtig: Die Entscheidung beeinflusst nicht nur Ihr Portemonnaie, sondern auch Ihre Lebensqualität. Kaufen bedeutet Sicherheit und Gestaltungsfreiheit — aber auch Verantwortung und Bindung. Mieten bedeutet Flexibilität — aber auch Abhängigkeit vom Vermieter und steigende Mieten.
2. Der Schweizer Immobilienmarkt 2026: Preise, Mieten und Trends
Um die Frage kaufen oder mieten in der Schweiz sinnvoll beantworten zu können, müssen wir den aktuellen Markt verstehen. Hier sind die wichtigsten Zahlen für 2026:
Immobilienpreise 2026
Die Immobilienpreise in der Schweiz sind nach dem Zinsanstieg 2022–2023 wieder stabilisiert. Die wichtigsten Entwicklungen:
- Einfamilienhäuser: Durchschnittlich 1,2 Mio. CHF landesweit, über 1,8 Mio. CHF im Grossraum Zürich und am Genfersee.
- Eigentumswohnungen: Durchschnittlich 650'000 CHF, mit starken kantonalen Unterschieden (Zürich: 850'000 CHF, Jura: 280'000 CHF).
- Quadratmeterpreise: Zwischen 4'500 CHF/m² im Jura und über 14'000 CHF/m² in Zürich und Genf.
- Preisentwicklung: Nach einem leichten Rückgang 2023 sind die Preise 2024–2026 wieder gestiegen, insbesondere im Mittelland und in den Agglomerationen.
Mietpreise 2026
Die Mieten in der Schweiz steigen seit Jahren kontinuierlich — und 2026 ist keine Ausnahme:
- Durchschnittsmiete (4,5-Zimmer): 2'200 CHF landesweit, über 3'000 CHF in Zürich und Genf.
- Mietsteigerung: +3 bis +5 % pro Jahr in den letzten drei Jahren, getrieben durch Referenzzinssatzerhöhungen und Neubau-Mangel.
- Leerstandsquote: Historisch tief bei 1,3 % — was bedeutet, dass der Mietermarkt ein Verkäufermarkt ist.
- Mietpreisüberwachung: In angespannten Gebieten gelten strengere Regeln, aber Neubauten unterliegen keinen Beschränkungen.
Hypothekarzinsen 2026
Die Zinsen haben sich nach dem Höchststand 2023 stabilisiert und bewegen sich 2026 auf einem moderaten Niveau:
- Festzins 10 Jahre: ca. 2,0–2,5 %
- SARON-Variabel: ca. 1,5–2,0 %
- Festzins 5 Jahre: ca. 1,8–2,2 %
Dieses Zinsniveau macht den Immobilienkauf in der Schweiz wieder attraktiver als in den Hochzinsphasen 2022–2023. Für Verkäufer bedeutet das: mehr qualifizierte Käufer auf dem Markt.
3. Kaufen: Vorteile und Nachteile in der Schweiz
Vorteile des Kaufs
- Vermögensaufbau: Jede Amortisationsrate und jede Wertsteigerung baut Ihr Eigenkapital auf. Nach 20 Jahren besitzen Sie einen wesentlichen Teil der Immobilie kostenlos — die Miete hätte Ihnen nichts gebracht.
- Schutz vor Mieterhöhungen: Als Eigentümer bestimmen Sie Ihre Wohnkosten selbst. Keine unerwarteten Mieterhöhungen, keine Kündigung durch den Vermieter.
- Steuerliche Vorteile: Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten sind steuerlich abziehbar. Der Eigenmietwert wird zwar besteuert, aber die Abzüge wiegen oft schwerer.
- Gestaltungsfreiheit: Sie können umbauen, renovieren, den Garten umgestalten — ohne Genehmigung eines Vermieters.
- Wertsteigerung: Historisch sind Immobilienpreise in der Schweiz langfristig gestiegen. Wer vor 10 Jahren gekauft hat, hat im Schnitt 30–50 % Wertsteigerung realisiert.
- Altersvorsorge: Eine abbezahlte Immobilie bedeutet im Alter deutlich niedrigere Wohnkosten — ein wichtiger Faktor bei der Pensionsplanung.
Nachteile des Kaufs
- Hohes Eigenkapital: Mindestens 20 % des Kaufpreises müssen Sie als Eigenkapital mitbringen — bei 800'000 CHF sind das 160'000 CHF.
- Tragbarkeitsprüfung: Die Bank prüft, ob Sie sich die Immobilie leisten können. Die Regel: Hypothekarkosten dürfen 33 % des Bruttoeinkommens nicht übersteigen.
- Transaktionskosten: Notarkosten, Handänderungssteuer und Grundbuchgebühren betragen 0,5–5 % des Kaufpreises — eine erhebliche Hürde beim Erwerb.
- Unterhalt und Reparaturen: Als Eigentümer tragen Sie alle Kosten für Unterhalt, Reparaturen und Erneuerungen — rechnen Sie mit 1 % des Gebäudewerts pro Jahr.
- Weniger Flexibilität: Ein Verkauf dauert Monate und kostet Tausende Franken. Wer häufig umzieht, ist mit Mieten besser bedient.
- Marktrisiko: Bei einem Preisrückgang können Sie unter Wasser geraten — der Immobilienwert fällt unter die Hypothek.
4. Mieten: Vorteile und Nachteile in der Schweiz
Vorteile des Mietens
- Flexibilität: Sie können mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten umziehen — ideal für berufliche Mobilität oder Lebensveränderungen.
- Kein Eigenkapital nötig: Sie brauchen keine 160'000 CHF für den Kauf — das Geld steht für andere Investitionen zur Verfügung.
- Keine Unterhaltskosten: Reparaturen, Heizungskontrolle, Gebäudversicherung — alles übernimmt der Vermieter.
- Kein Marktrisiko: Wenn die Preise fallen, ist das nicht Ihr Problem.
- Keine Transaktionskosten: Einzug und Auszug kosten eine Kaution, aber keine Notargebühren oder Handänderungssteuer.
- Kapitalfreisetzung: Das eingesparte Eigenkapital kann in ETFs, Aktien oder andere Anlagen investiert werden — historisch mit höheren Renditen als Immobilien.
Nachteile des Mietens
- Kein Vermögensaufbau: Die Miete ist «verlorenes Geld» — Sie bauen kein Eigenkapital auf. Über 20 Jahre zahlen Sie über 500'000 CHF Miete ohne Gegenwert.
- Mieterhöhungen: Referenzzinssatzerhöhungen werden direkt an Mieter weitergegeben. 2022–2024 haben viele Mieter Erhöhungen von 5–10 % erlebt.
- Abhängigkeit: Der Vermieter entscheidet über Renovationen, Haustiere, Untermiete. Sie haben eingeschränkte Kontrolle über Ihren Wohnraum.
- Kündigungsrisiko: Bei Eigenbedarf oder Verkauf kann der Vermieter kündigen — ein Risiko, das mit dem Kauf verschwindet.
- Steuerliche Nachteile: Mieter können weder Hypothekarzinsen noch Unterhaltskosten abziehen — ein Nachteil gegenüber Eigentümern mit hohem Einkommen.
- Inflationsrisiko: Mieten steigen langfristig mit der Inflation, während die Hypothekarrate beim Kauf fest stehen kann.
5. Die Rechnung: Wann sich der Kauf lohnt
Jetzt wird es konkret. Wir vergleichen Kauf vs. Miete anhand einer realistischen Beispielrechnung für eine 4,5-Zimmer-Wohnung im Kanton Zürich.
Ausgangslage der Berechnung
Vergleich über 10 Jahre
| Kostenart | Kaufen | Mieten |
|---|---|---|
| Hypothekarzinsen (10 J.) | ~140'800 CHF | — |
| Amortisation | ~426'700 CHF | — |
| Unterhalt & Reparaturen (1 %/J.) | ~64'000 CHF | — |
| Transaktionskosten (Kauf) | ~16'000–40'000 CHF | — |
| Steuern (Eigenmietwert minus Abzüge) | netto ~15'000 CHF | — |
| Miete (10 J., steigend) | — | ~379'000 CHF |
| Vermögensaufbau (Eigenkapitalanteil + Wertsteigerung) | +260'000 CHF | — |
| Alternativanlage des Eigenkapitals (ETF) | — | +100'000 CHF |
| Nettoergebnis nach 10 Jahren | ~+125'000 CHF | ~–279'000 CHF |
Nach 10 Jahren hat der Käufer trotz aller Kosten ein positives Nettoergebnis — dank Vermögensaufbau und Wertsteigerung. Der Mieter hat fast 380'000 CHF ausgegeben, ohne Vermögen aufzubauen (abzüglich der ETF-Rendite auf das eingesparte Eigenkapital).
Vergleich über 20 Jahre
| Kostenart | Kaufen | Mieten |
|---|---|---|
| Hypothekarzinsen (20 J.) | ~246'000 CHF | — |
| Amortisation (abbezahlt nach 15 J.) | 640'000 CHF | — |
| Unterhalt & Reparaturen (1 %/J.) | ~128'000 CHF | — |
| Steuern (Eigenmietwert minus Abzüge) | netto ~20'000 CHF | — |
| Miete (20 J., steigend) | — | ~860'000 CHF |
| Vermögensaufbau (Eigenkapital + Wertsteigerung 2 %/J.) | +570'000 CHF | — |
| Alternativanlage des Eigenkapitals (ETF, 20 J.) | — | +265'000 CHF |
| Nettoergebnis nach 20 Jahren | ~+176'000 CHF | ~–595'000 CHF |
Fazit: Über 20 Jahre ist der Kauf in der Schweiz fast immer vorteilhafter als Mieten — selbst wenn man die Rendite einer alternativen Anlage des Eigenkapitals berücksichtigt. Der Vermögensaufbau durch Amortisation und Wertsteigerung ist der entscheidende Faktor.
Wann lohnt sich Mieten? Mieten ist vorteilhafter, wenn Sie weniger als 7 Jahre an einem Ort bleiben, wenn Sie das Eigenkapital anderweitig höher verzinst anlegen können, oder wenn die Kaufpreis-vs.-Miete-Relation extrem ungünstig ist (Preis-Miet-Verhältnis über 25).
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Kostenlose Schätzung anfordern→6. Versteckte Kosten beim Kauf und bei der Miete
Die sichtbaren Kosten sind nur ein Teil der Rechnung. Hier sind die versteckten Kosten, die viele Käufer und Mieter übersehen:
Versteckte Kosten beim Kauf
- Handänderungssteuer: 0–5 % des Kaufpreises, je nach Kanton. In Genf bis zu 40'000 CHF bei 800'000 CHF Kaufpreis — siehe unser Detailguide zu den Notarkosten.
- Notargebühren und Grundbuchkosten: 0,2–0,5 % des Kaufpreises, je nach Kanton.
- Unterhaltsrückstellung: 1 % des Gebäudewerts pro Jahr — bei 800'000 CHF sind das 8'000 CHF/Jahr.
- Eigenmietwertsteuer: Der fiktive Mietwert der selbstgenutzten Immobilie wird zum Einkommen addiert. Die Steuerbelastung hängt vom Kanton und vom Steuersatz ab.
- Versicherungen: Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung, allenfalls Rechtsschutz — ca. 1'000–2'000 CHF/Jahr.
- Sonderumlagen: In Stockwerkeigentenschaften können unerwartete Sanierungen (Fassade, Heizung, Dach) zu Sonderumlagen von 10'000–50'000 CHF führen.
- Vorfälligkeitsentschädigung: Wenn Sie die Hypothek vorzeitig auflösen (z. B. beim Weiterverkauf), können Strafgebühren von 3–6 Monatszinsen anfallen.
Versteckte Kosten bei der Miete
- Mieterhöhungen: Über 10 Jahre können Mieterhöhungen von 25–50 % kumulieren. Aus 2'000 CHF werden 2'500–3'000 CHF.
- Nebenkosten: Heizung, Wasser, Strom — oft nicht in der Miete enthalten. Rechnen Sie mit 200–400 CHF/Monat extra.
- Umzugskosten: Jeder Umzug kostet 2'000–5'000 CHF (Transport, Reinigung, Anschlussgebühren).
- Opportunitätskosten: Die Differenz zwischen Miete und Hypothekarbelastung wird nicht in Vermögensaufbau investiert — ein langfristiger Nachteil von mehreren Hunderttausend Franken.
- Kaution: 3 Monatsmieten gebunden auf einem Sparkonto — Kapital, das nicht anderweitig genutzt werden kann.
- Steuerliche Nachteile: Keine Abzüge für Hypothekarzinsen und Unterhalt — im Vergleich zu Eigentümern zahlen Mieter effektiv mehr Steuern bei gleichem Einkommen.
7. Kaufen oder mieten nach Kanton
Die Wohnkosten in der Schweiz variieren massiv nach Kanton. Ein Wohnkosten Vergleich Schweiz zeigt: Was in Zürich ein Vermögen kostet, ist im Jura erschwinglich. Hier die Übersicht:
| Kanton | Ø Kaufpreis 4,5-Zi. (CHF) | Ø Miete 4,5-Zi. (CHF/Mo.) | Preis/m² (CHF) | Kauf lohnt sich ab |
|---|---|---|---|---|
| Zürich | 850'000–1'200'000 | 2'800–3'500 | 12'000–14'000 | 6–8 Jahre |
| Genf | 800'000–1'100'000 | 2'500–3'200 | 11'000–13'000 | 7–9 Jahre |
| Waadt | 650'000–900'000 | 2'200–2'800 | 8'000–10'000 | 7–9 Jahre |
| Bern | 550'000–800'000 | 1'800–2'400 | 6'000–8'000 | 8–10 Jahre |
| Basel-Stadt | 600'000–850'000 | 2'000–2'600 | 7'000–9'000 | 7–9 Jahre |
| Aargau | 500'000–700'000 | 1'600–2'200 | 5'000–7'000 | 8–10 Jahre |
| St. Gallen | 500'000–700'000 | 1'600–2'100 | 5'000–7'000 | 8–10 Jahre |
| Wallis | 450'000–650'000 | 1'400–1'900 | 4'500–6'500 | 9–11 Jahre |
| Freiburg | 480'000–650'000 | 1'500–2'000 | 5'000–7'000 | 8–10 Jahre |
| Tessin | 450'000–700'000 | 1'500–2'000 | 4'500–7'000 | 8–11 Jahre |
| Thurgau | 450'000–600'000 | 1'300–1'800 | 4'500–6'000 | 9–11 Jahre |
| Zug | 750'000–1'100'000 | 2'400–3'000 | 9'000–12'000 | 7–9 Jahre |
| Schwyz | 550'000–800'000 | 1'600–2'200 | 5'500–8'000 | 8–10 Jahre |
| Jura | 280'000–400'000 | 1'000–1'400 | 3'000–4'500 | 10–12 Jahre |
| Neuenburg | 380'000–520'000 | 1'200–1'600 | 3'500–5'000 | 9–12 Jahre |
Die Werte sind Richtwerte für 2026. Die Spalte «Kauf lohnt sich ab» zeigt die Haltedauer, ab der der Kauf günstiger ist als Mieten — unter Einbezug aller Kosten und einer angenommenen Wertsteigerung von 2 % pro Jahr.
Interpretation: Was bedeuten diese Zahlen?
- In teuren Kantonen (Zürich, Genf, Zug): Der Kauf lohnt sich trotz hohen Preisen schneller, weil auch die Mieten sehr hoch sind. Die Kaufpreis-vs.-Miete-Relation ist dort oft günstiger als im Durchschnitt.
- In günstigen Kantonen (Jura, Neuenburg, Thurgau): Trotz tieferer Preise dauert es länger, bis sich der Kauf rechnet — weil auch die Mieten niedrig sind und die Transaktionskosten relativ mehr wiegen.
- Kantone ohne Handänderungssteuer (Zürich, Zug, Schwyz): Die Transaktionskosten beim Kauf sind deutlich niedriger, was die Amortisationsdauer verkürzt.
Tipp: Nutzen Sie unsere kostenlose Immobilienschätzung, um den Marktwert Ihrer Immobilie zu kennen — die Grundlage für jede Kauf-oder-Mieten-Entscheidung.
8. Warum 2026 ein guter Zeitpunkt zum Verkaufen ist
Bisher haben wir die Perspektive des Käufers betrachtet. Aber was bedeutet der Kauf-oder-Miete-Vergleich für Verkäufer? Die Antwort ist klar: 2026 ist ein aussergewöhnlich guter Zeitpunkt zum Verkaufen. Hier ist warum:
1. Preise auf hohem Niveau
Die Immobilienpreise haben sich nach dem kurzfristigen Rückgang 2023 wieder erholt und liegen 2026 auf einem hohen Niveau. Besonders im Mittelland und in den Agglomerationen sind die Preise gestiegen. Wer jetzt verkauft, realisiert den Wert seiner Immobilie zu einem günstigen Zeitpunkt.
2. Stabile Nachfrage, begrenztes Angebot
Die Leerstandsquote liegt bei nur 1,3 % — historisch tief. Das bedeutet: Es gibt mehr Käufer als Wohnungen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, was die Verhandlungsposition der Verkäufer stärkt.
3. Sinkende Zinsen machen den Kauf attraktiver
Mit den sinkenden Hypothekarzinsen seit 2024 können sich mehr Käufer eine Immobilie leisten. Die Tragbarkeitsrechnung geht wieder auf — und das bedeutet mehr qualifizierte Käufer für Ihre Immobilie.
4. Steigende Mieten erhöhen den Anreiz zum Kauf
Mietsteigerungen von 3–5 % jährlich drängen Mieter zum Kauf — was die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern weiter antreibt. Je höher die Mieten steigen, desto mehr Käufer suchen nach Alternativen.
5. Demografischer Wandel
Die Babyboomer-Generation geht in Rente — viele möchten ihre grosse Immobilie verkleinern und suchen Käufer für ihr Einfamilienhaus. Gleichzeitig sucht die Generation der 30–45-Jährigen nach geeignetem Wohneigentum. Dieser demografische Match macht den Verkauf 2026 besonders attraktiv.
6. Tiefe Handänderungssteuer in bestimmten Kantonen
In Kantonen wie Zürich, Zug und Schwyz fällt keine Handänderungssteuer an — die Transaktionskosten für den Käufer sind minimal. Das macht den Verkauf dort besonders attraktiv. Aber auch in anderen Kantonen können die Notarkosten optimiert werden.
Fazit für Verkäufer: Hohe Preise, tiefe Zinsen, starke Nachfrage, steigende Mieten — die Marktbedingungen sind 2026 ideal. Wer über einen Verkauf nachdenkt, sollte jetzt handeln, bevor sich die Konjunktur dreht.
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Lohnt sich der Immobilienkauf in der Schweiz?
Der Kauf lohnt sich in der Schweiz typischerweise nach 8 bis 15 Jahren Haltedauer, je nach Kanton und Kaufpreis. In Kantonen mit hohen Mieten (Zürich, Genf) amortisiert sich der Kauf schneller als in Kantonen mit niedrigen Mieten. Die Faustregel: Wenn Sie mindestens 10 Jahre bleiben wollen, ist der Kauf in der Regel vorteilhafter.
Was kostet das Mieten im Vergleich zum Kaufen in der Schweiz?
Für eine 4,5-Zimmer-Wohnung betragen die Mietkosten in der Schweiz durchschnittlich 2'200 bis 3'500 CHF pro Monat. Beim Kauf derselben Wohnung liegen die Gesamtkosten (Hypothekarzinsen, Amortisation, Unterhalt, Steuern) bei 2'800 bis 4'500 CHF pro Monat. Kurzfristig ist Mieten günstiger, langfristig baut der Käufer Vermögen auf.
Welche versteckten Kosten fallen beim Immobilienkauf an?
Beim Kauf fallen versteckte Kosten an: Handänderungssteuer (0–5 % je Kanton), Notargebühren (0,1–0,5 %), Grundbuchgebühren (0,1–0,3 %), Unterhaltsrückstellung (1 % des Gebäudewerts pro Jahr), Versicherungen und Steuern auf den Eigenmietwert. Diese Kosten werden oft unterschätzt und können den Gesamtaufwand deutlich erhöhen.
Wie hoch sind die Mieten in der Schweiz nach Kanton?
Die Mieten variieren stark nach Kanton. Für eine 4,5-Zimmer-Wohnung zahlen Sie in Zürich durchschnittlich 2'800–3'500 CHF, in Genf 2'500–3'200 CHF, in Bern 1'800–2'400 CHF, im Wallis 1'400–1'900 CHF und im Thurgau 1'300–1'800 CHF. Die Spanne zwischen dem teuersten und günstigsten Kanton beträgt über 100 %.
Ist 2026 ein guter Zeitpunkt zum Immobilienverkauf?
Ja, 2026 ist ein guter Zeitpunkt zum Verkauf. Die Preise bleiben auf hohem Niveau, das Angebot ist begrenzt, und die Nachfrage bleibt stabil. Zinssenkungen machen den Kauf für Käufer attraktiver, was die Verhandlungsposition der Verkäufer stärkt. Zudem steigen die Mieten weiter, was den Anreiz zum Kaufen erhöht.
Was sind die Vorteile des Kaufs gegenüber dem Mieten?
Die Hauptvorteile des Kaufs: Vermögensaufbau durch Amortisation und Wertsteigerung, Schutz vor Mieterhöhungen, freie Gestaltung des Eigentums, steuerliche Vorteile (Abzüge für Hypothekarzinsen und Unterhalt), und volle Kontrolle über die Immobilie. Langfristig ist der Kauf in der Schweiz fast immer günstiger als lebenslanges Mieten.
Was sind die Vorteile des Mietens gegenüber dem Kaufen?
Die Hauptvorteile des Mietens: Flexibilität bei Wohnortwechsel, kein Kapitalrisiko, keine Unterhaltskosten, keine Transaktionskosten beim Ein- und Auszug, und freie Verfügung über das Eigenkapital für andere Investitionen. Mieten ist kurzfristig günstiger und ideal für Menschen, die nicht lange an einem Ort bleiben wollen.